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Die Zeitschriftenanzeige sah so aus:

Also schnappte ich mir schnell meinen Sohn, schwang mich ins Auto und fuhr r�ber.

Es standen

Entweder waren die bunten Sachen schon an den ersten beiden Tagen weggegangen oder aber zu der damaligen Zeit, als die Sachen produziert worden waren gab es eher nur gedeckte T�ne. Ich guckte mir erstmal alles an, und stellte mir mein eigenes N�hk�stchen zusammen.
Nebenbei entdeckte ich

Jedes einzelne R�llchen N�hgarn, jeder Reissverschluss und �berhaupt alle Teile und Knopfkarten lie� mich aufjauchzen. Sei es das grobe Leinengarn, das Stopfgarnk�stchen oder ein Papierp�ckchen mit Haken und �sen. Auf jedem Etikett und jeder Verpackung entdeckte ich interessante und kuriose Beschriftungen.

Erbeutet habe ich also eine DDR Strickliesel, 2 wei�e kuschelweiche dicke je 50g Baumwollh�kelgarne die, man h�re und staune, in Frankreich von Georges Picaud hergestellt wurden und bei 60�C waschbar sind.





Fr�her wurde wohl auch viel in Papier und Pappe (nachwachsende kompostierbare Rohstoffe) verpackt, so auch das P�ckchen mit je 24 eisernen "Solidor Haken und Augen" f�r 23 DDR- Pfennig aus dem VEB Solidor Dresden

Und was w�re ein Knopfmarkt ohne Kn�pfe?




Ganz besonders verpackt sind auch die 18mm breiten 10 koch- und mangelfesten "Hohwald komplex" W�schekn�pfe aus Plastik mit einer rauhen Seite und zu 36 DDR- Pfennig das P�ckchen.
Es war eine Reise

Ich hoffe ich grabe noch viele solcher Sch�tze aus und berge noch mehr solcher Kostbarkeiten. Ich steh ja total auf B�cher aus den 50er Jahren und auf alte Werkzeuge. Auf meiner Wunschliste stehen noch alte Schuhmacher und Hutmacher, Schneider und sonstiger Werzeuge, Hutstumpen, eine Butterschleuder und ein Waschbrett.

Ach ja, als ich meine Beute bezahlte, fiel mir ein unscheinbares Blatt in die Hand, das sich als einige zusammengetackerte A4 Bl�tter entpuppte,

Und ich stelle immer wieder fest, da� man nicht mal ins Idee am KaDeWe gehen muss, um von Zubeh�r umgeben zu sein, das man gerne besitzen m�chte, so ein kleines L�dchen wie das Stoffst�bchen Strausberg (welches �brigens eine �bersichtliche aber moderne Webseite hat!) langt da v�llig.

Nein, es sind immer diese kleinen Sachen, vor allem von Prym, die Begehrlichkeiten wecken und mir immer die Defizite in meiner N�hkiste aufzeigen: N�hgarne, Stopfpilz, Stretchn�hmaschinennadeln, Zwillingsnadel f�r Stretch, Wollflusenkamm, Nahtwender, Elastikeinzieher, Gummib�nder, andere N�hmaschinennadeln, Markierstifte mit feiner Miene zum Schnittmuster �bertragen oder f�r Applikationen, eine sch�ne schwere Schneiderschere und ein Rollschneider... alles gr��tenteils Kleinkram, aber doch Dinge, die einem das Arbeiten erleichtern und beschleunigen.
Vor allem wenn man vorhat, noch viel mehr selber zu schneidern als bisher.
Und doch schleiche ich seit 2006 um die meisten Sachen rum und muss drauf verzichten.
Bleibt nur zu hoffen, da� ich bald mal wieder eine Gl�cksstr�hne hab und einige Honorarauftr�ge an Land ziehen kann, mit denen sowas kein Traum bleiben muss. Auf die Dauer isses n�mlich echt frustrierend, nicht nur bei B�chern und Stoffen im Hintertreffen zu sein, sondern auch mit so absoluten Basissachen, die eigentlich in jede N�hkiste geh�ren.
Was macht man, wenn der Lieblingsnachbar zwei absolut niedliche T�chter hat, man die j�ngere einfach nur zuckers�� findet und keine eigenen Kinder zum ausstaffieren hat? Was f�r sie machen, jawohl! Ich hab mir vor anderthalb Jahren zusammen mit Shiva in nem teuren Stoffgesch�ft in Berlin - Charlottenburg einige Stoffe f�r meine MA Klamotten besorgt, ebenso wie sie. Dadrunter war ein dichter, dicker und warmer Stoff aus dem ich nach Anleitung aus einer ganz fr�hen LARPzeit eine Gugel geschneidert hab. Es blieben noch einige Restst�cke �brig, die ich aus Gewohnheit nat�rlich aufgehoben habe. Vor ungef�hr einem halben Jahr hab ich zusammen mit Monique, Lieblingsnachbar Svens Frau die beiden Prinzessinen ausgemessen. Ich hatte schon damals die M�tze mit der Hand und einem Wollfaden gen�ht, allerdings musste ich sie zusammen mit Sven der Stirnh�he von Julienne, seiner Kleinen nochmal feststecken. Heute hab ich nun einen Rappel bekommen, denn heute kam Sven nach einem Monat endlich aus Bayern wieder, wo er mit den Kids auf Vater - Kind Kur war und brachte mir Fichtenzapfen mit. Ich hab ihn und die beiden schon ganz arg vermisst denn in der Zeit war es immer dunkel, einsam und Monique hatte immer viel zu tun und die Gelegenheit sich zu treffen gab es irgendwie nie. Naja, heute nun hab ich die M�tze aus meiner Kiste mit den unfertigen Projekten rausgeholt und mit der Hand die Stirnseite festgen�ht, die schon umgeschlagen und markiert war. Danach hab ich aus dunkelrotem Filz eine Blume und zwei Bl�tter ausgeschnitten und diese auf die Mitte gen�ht, aber so, da� die N�hte nicht bis auf die Unterseite durchstechen, sondern quasi im Umschlag verschwinden. War ganz sch�n aufwendig. Jetzt ist es bald so kalt, da� die M�tze gute Dienste leisten wird und die Kleine mochte die Farbe ja schon, als sie die M�tze anprobiert hat. Ich bin sicher da� sie sich schon jetzt nicht mehr daran erinnern kann und ich ihr die fertige M�tze zu Weihnachten schenken kann. Ich hab mir vorgenommen der Familie noch einige Geschenke zu basteln, n�hen und stricken, man darf also gespannt sein. Meiner Erfahrung nach sch�tzt diese Familie im Gegensatz zu meiner Familie gottseidank selbstgemachte Sachen.
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Ich bin in erster Linie ein Spontaner Idealist
Ich bin aber auch ein innovativer Denker